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Biografie

 Ein breit gefächertes Repertoire – von der Musik des Seicento über barocke Oratorien und Opern, Kunstlieder des 19. und 20. Jahrhunderts bis hin zum zeitgenössischen Musiktheater – spiegelt die vielfältigen Interessen des jungen Sängers wider. Uraufführungen sowie eigene künstlerische Projekte sind ihm dabei ebenso wichtig wie die Zusammenarbeit mit führenden Klangkörpern der europäischen Barockmusikszene. Insbesondere auch für seine darstellerischen Fähigkeiten geschätzt, wird er wegen seines «mild aufblühenden» (SZ, 24.03.25) und «schillernden» (OPER!-Magazin, 23.03.25) Countertenors von den Medien gelobt. 

Elmar Hauser
Elmar Hauser

 Nach seinem professionellen Debüt an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin als Michael in G. F. Haas’ Kammeroper «Thomas» (2023) brachten die nachfolgenden Spielzeiten für Elmar Hauser wichtige Rollen- und Haus-Debüts: So übernahm er mit großem Erfolg die Rolle des Ruggiero in der gefeierten Neuproduktion von Händels «Alcina» (2025) an der Oper Frankfurt unter der Regie von Johannes Erath und dem Dirigat von Julia Jones. Diese Rolle führte ihn im selben Jahr zum Ravenna Festival, wo er mit der Accademia Bizantina unter Ottavio Dantone nicht nur in Alcina, sondern auch als Medoro in Händels «Orlando» auf der Bühne stand. 2026 debütierte er im Wiener Musikverein mit Olga Neuwirths Stück «Hommage à Klaus Nomi» mit den Wiener Symphonikern unter Chefdirigent Petr Popelka. Mit der Kammerakademie Potsdam unter Johanna Sollers musikalischer Leitung sang er die Rolle des Tamasse in J. C. Bachs «Zanaida» (2026). Er gestaltete für Bühnen Bern die Rollen Sorceress und Spirit in deren Neuproduktion von Purcells «Dido and Aeneas» (2024&25) und kehrte in der Rolle des Angel 1 / The Boy in George Benjamins «Written on Skin» (2025) ans Prinzregententheater München zurück Der gebürtige Schweizer sang am Opernhaus Zürich in der Kinderoper «Ein Sommernachtstraum» (2024 & 25) und war als Hanno Buddenbrook in der Uraufführung von Ludger Vollmers «Buddenbrooks» (2024) am Theater Kiel zu erleben. Als Cover erarbeitet er sich an der Bayerischen Staatsoper die Rollen des Orlofsky unter Vladimir Jurowski und Barrie Kosky in der Neuproduktion von «Die Fledermaus» sowie des Guildenstern in Brett Deans «Hamlet». Neben Konzertauftritten mit den auf historische Aufführungspraxis spezialisierten Ensembles Accademia di Monaco, Finnish Baroque Orchestra, Cardinal Complex oder La Fontaine wirkte er mit der Lautten Compagney Berlin an der Neuproduktion «Der Teufel im Lift» (2023) als Teufel an der Neuköllner Oper mit. 

 

Elmar Hauser wechselte bereits während seines Vorstudiums am Konservatorium Winterthur bei David Thorner und Jane Thorner-Mengedoht vom Tenorfach zum Countertenor. Er absolvierte seinen Bachelor an der Zürcher Hochschule der Künste bei Werner Güra mit Auszeichnung und im Anschluss seinen Master an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in den Gesangsklassen von Christiane Iven und Sabine Lahm. Meisterkurse bei Topi Lehtipuu, Ulrich Messthaler, Nicola Beller Carbone, Terry Wey und Kai Wessel begleiteten seine Ausbildung. Er war Stipendiat der Friedl-Wald-Stiftung, der Johann-Adolph-Hasse-Gesellschaft München und des Yehudi Menuhin «Live Music Now» München e.V. Im Sommer 2024 gewann er den 1. Preis des Concorso Lirico Internazionale di Portofino «CLIP». Mit der Lautten Compagney ersang er sich 2026 den zweiten Platz in deren «Eurovision Baroque Song Contest». Ebenfalls 2026 wurde er zum vierten Mal in Folge von der Zeitschrift «Opernwelt» als Nachwuchskünstler des Jahres nominiert. 

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Eigene künstlerische Projekte umfassen z.B. ein interdisziplinäres Musiktheaterprojekt zu ökologischen Fragestellungen mit dem Kollektiv OTTER OTTER OTTER (2020), seine aktuellen Liedprogramme «Histoires naturelles», «Pilgrimage», «Fra dolci catene» und «DREI» sowie zwei mit Simon Berger und dem Theater zur Waage Elgg konzipierte Musiktheaterproduktionen «Händel kurz vor Dienstschluss – Opern im Archivkarton» und «Backhendlsalat» (letztere in Zusammenarbeit mit Tamara Obermayr). Darüber hinaus konnte man ihn bereits als Orfeo in «Orfeo ed Euridice» (2019), in den Titelpartien von 

Händels «Ariodante» (2022) oder «Il Giasone» von F. Cavalli (2022), sowie als Prinz Kürtchen in der Kinderoper «Die Gänsemagd» (2022) von Iris Ter Schiphorst erleben. Im Prinzregententheater München sang er Achilles in W. A. Schultz’ «Achill unter den Mädchen» (2023) mit dem Münchner Rundfunkorchester.

Elmar Hauser
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